TV-Serie

War "The Nanny" etwa Kunstexpertin?

ANZEIGE

Dass "The Nanny" aus dem gleichnamigen Sitcom-Klassiker schon immer ein ganz besonderes Gespür für Mode hatte, war kaum zu übersehen. Ein Instagram-Kanal offenbart nun, dass sie mit den knallig bunten, ausgefallenen Kostümen wahre Kunstwerke im Schrank versammelte

Natürlich waren ihre Outfits meist ganz schön überdreht und ihre Rocklänge dabei mindestens genauso sparsam. Doch mit ihrer ausgefallenen Garderobe ging die Protagonistin der US-amerikanischen Kult-Serie als Style-Ikone in die Geschichte ein. Wie kaum jemand anderes lehrte Fran Fine in sechs Jahren, 146 Folgen und über hundert Ländern Mut zur Extravaganz und begeistert bis heute zahlreiche Blogger und Instagram-Kanäle mit ihrer 90er-Jahre-Mode.

Nun stellt sich aber heraus, dass Frans Stil noch ikonischer ist, als bisher angenommen: Der Instagram-Kanal @thenannyart vergleicht ihre Fashion-Auswahl in mittlerweile 40 Beispielen mit berühmten modernen bis zeitgenössischen Kunstklassikern – von Gemälden, Textilien bis hin zu Skulpturen. Die Ähnlichkeit mit Werken von Picasso, Mondrian, Sarah Morris oder Jeff Koons ist verblüffend.

Hinter dem Projekt steckt der in Brüssel lebende, unabhängige Kurator Louis-Philippe Van Eeckhoutte. "Die Idee bekam ich, als ich auf eine Standbildaufnahme von 'The Nanny' stieß, die mich an das Gemälde 'Betty' von Gerhard Richter aus dem Jahr 1988 erinnerte", sagte Van Eekhoutte in einem E-Mail-Interview mit "Hyperallergic".

 

"Als ich mir mehr Bilder von Fran Fine im Internet ansah, fiel mir auf, dass viele ihrer Outfits ein Pendant in der zeitgenössischen Kunst haben. Es ist faszinierend, ikonische Stücke der Hochkultur mit Outfits aus der 90er-Jahre-Sitcom zu kombinieren." 

Manchmal sind die Ähnlichkeiten so groß, dass man fast meinen könnte, die verantwortliche Kostümdesignerin und Emmy-Preiträgerin Brenda Cooper habe sich tatsächlich von den Künstlern inspirieren lassen – sie selbst äußerte sich bisher allerdings nicht dazu. Klar ist jedoch, dass @thenannyart Frans Charakter in der geschickten Verknüpfung von Popkultur und Kunstwelt auch 20 Jahre später noch um eine weitere Facette wachsen lässt.

Weitere Artikel aus Interpol